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  • Susanne Strässle

Schenk dir mehr von dir, um jeden Preis

Wenn der Partner geht, weil es "für ihn nicht mehr stimmte", frag dich, ob es daran liegen könnte, dass du dir erlaubt hast, mehr du selbst zu sein. Denn dann ist es wichtig, dir jetzt trotz dem Schmerz treu zu bleiben.


Wenn der Partner geht, trifft uns besonders hart, wenn er uns vorwirft oder das Gefühl gibt, wir hätten etwas falsch gemacht. Nach der Trennung glauben nicht wenige Frauen, den Partner «vertrieben zu haben» mit ihrem Verhalten, und wünschten, sie hätten anders gehandelt oder mehr gegeben.

Bitte vergiss aber nicht: Es ist der Andere, der gegangen ist. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, Probleme anzusprechen – wenn er das gewollt hätte. Wenn ein Mensch einen neuen Weg geht, dann ist das immer ganz stark seine eigene Reise.

Ich bitte dich darüber hinaus, bei diesem Vorwurf einen Punkt ganz besonders sorgfältig zu prüfen:


Ja, es kann tatsächlich sein, dass es für den Anderen nicht mehr stimmte. Weil er nicht (mehr) bekam, was er erwartet und vielleicht früher von dir bekommen hatte: mehr Anpassung, mehr Verfügbarkeit, mehr Pflegeleichtigkeit. .

Vielleicht war der Grund für die Vorwürfe deines Partners, dass du begonnen hattest, mehr auf dich selbst zu achten. Auf deine Bedürfnisse. Dich mehr für dich zu entscheiden. So zu sein, wie du bist, und das zu zeigen.


Viele Frauen fühlen sich auch fürs Ganze verantwortlich, für die Beziehung, für die Familie, die Harmonie, die Befriedigung der Bedürfnisse des Andern. Das ist nichts per se Schlechtes. Aber es ist immer eine geteilte Verantwortung beider Partner.


Bei aller Sorge um das Wohlbefinden anderer, verliere dich selbst nicht aus den Augen: Denn eine Beziehung, wo du stets aufpassen und dafür sorgen müsstest, dass der Andere nicht geht, nur weil du du selbst bist, ist nicht deine Beziehung. Wo sollst du sonst du selbst sein dürfen, wenn nicht in deiner intimsten Beziehung?


Auch wenn du jetzt sagst, du würdest alles tun, um deine Beziehung zurückzugewinnen: Überlege dir, wo dieses «alles» für dich aufhören würde. Selbst wenn die Beziehung vorbei ist, lohnt es sich darüber nachzudenken, was für dich unverhandelbar ist.

Denn hier habe ich persönlich eine klare Haltung: Wenn du in einer Beziehung nicht sein darfst und kannst, wer du bist, dann ist es diese Beziehung nicht wert unter ständigen Opfern aufrecht erhalten zu werden.


Eigentlich sollten wir uns das alle an den Badezimmerspiegel kleben, damit wir es nie vergessen:

Wenn du mehr du selbst bist und für den anderen stimmt das so nicht mehr, ist das kein Grund, weniger du selbst zu sein.


Weil du es wert bist, dass dein wunderbares Du leben und atmen kann.


Zu einer lebendigen Beziehung gehört nämlich, dass beide Partner einander zugestehen, sich zu entfalten und in Freiheit ganz sich selbst zu sein.


Es wird ein beglückendes Gefühl für dich sein, wenn du irgendwann spüren wirst, dass das geht: Ja, ich darf ich selbst sein und gerade deshalb geliebt werden. Um diese Erfahrung zu machen, musst du dir das aber zuallererst selbst erlauben: Du selbst zu sein.


Auch um den Preis, dass es Menschen geben wird, für die das nicht passt, weil sie erwarten, dass die Welt sich an sie anpasst. Denn diese Menschen werden auch stets Beziehungen suchen, wo dies geschieht. Und Beziehungen meiden oder verlassen, wo das nicht mehr garantiert ist.


Das Ende einer Beziehung, in der du mehr gegeben als bekommen hast, kann dennoch sehr schmerzhaft sein, weil wir immer auch Schönes verlieren, denn keine Beziehung ist nur schlecht und vielleicht war sie sogar zu Beginn ganz wunderbar.


Aber das Ende einer solch unausgewogenen Beziehung darf zu einem starken Ja zu dir selbst werden.


Sei du das wert. Es ist unbezahlbar.

Wenn du spürst, dass du in deiner vergangenen Beziehung nicht du selbst sein durftest, und künftig ganz Ja zu dir sagen möchtest, dann schreib mir und wir finden heraus, ob ich dich unterstützen kann.

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