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  • Susanne Strässle

Sagt dir dein Kopf, du musst den andern überzeugen?

Findest du keine Ruhe, weil du dir ständig fieberhaft überlegst, was du jetzt tun und sagen kannst, um deine Beziehung zu retten? Hier schlägt uns unser Hirn ein Schnippchen. Es ist weniger in unserer Hand, als wir denken – und doch viel mehr, als wir uns zugestehen.


Fühlst du dich mächtig? – Im Gegenteil, wirst du vielleicht sagen, vielmehr sehr ohnmächtig. Was für eine Frage.

Und doch verhalten wir uns nach einer Trennung in einer Hinsicht so, als wären wir es. Als läge alles bei uns. Unser Kopf kann nämlich ganz schön Druck machen: «Du musst etwas tun! Gib dein Bestes, um alles wieder gut zu machen. Streng dich an, um eine Lösung finden. Und die richtigen Worte, damit der Andere zur Besinnung kommt.» Gern gaukelt er uns auch vor, es wäre in unserer Macht gewesen, die Trennung zu verhindern.

Unser Gehirn ist eine Lösungsmaschine. Es sucht immer nach Anworten, Auswegen, Handlungsmöglichkeiten. Das ist an sich auch gut so. Das hat das Überleben der Menschheit gesichert. Weil unsere Vorfahren sich nicht tatenlos dem Schicksal ergaben, sondern wilde Tiere und den Hunger bekämpften, und erfinderisch wurden, wenns hart oder brenzlig wurde.

Aber im Schock der Trennung spielt unser Hirn manchmal regelrecht verrückt. Hält uns Tag und Nacht auf Trab mit seiner fieberhaften Suche nach dem rettenden Ausweg. (Nicht selten auch nach Schuldigen, mit Vorliebe bei uns selbst, dazu in einem anderen Newsletter). Die Wahrheit ist aber:

Wir sind nicht so mächtig. Wir können nicht für einen Anderen doppelt wollen.

Wir können niemanden ändern, der sich nicht ändern will. Es gibt auch nicht das magische Wort. Der Andere wird seinen Weg selber finden müssen.

Das mag sehr ernüchternd klingen. Aber diese Einsicht kann auch entlasten: Du kannst gerade nicht viel tun. Das bedeutet aber auch:

Du bist nicht für alles verantwortlich. Du darfst einen Gang runterschalten. Deine Energie und Aufmerksamkeit zu dir zurückzuholen.

Denn das ist in deiner Hand – sofern du es in die Hand nimmst. Und es ist gerade sehr wichtig. Im Coaching arbeiten wir häufig an diesem Thema. Das Gedankenkarussell stoppen und den inneren Aktivismus, damit Frauen Kraft schöpfen und dies wieder können:

Sich auf die eigenen Bedürfnisse besinnen. Das ist in deiner Macht. Übe diese Macht aus wie eine umsichtige Königin in deinem Reich. Für dich sorgend, dich schützend, dich nährend.

❓Wie geht es dir mit kreisenden Gedanken und dem Gefühl, unbedingt etwas tun zu müssen, für alles verantwortlich zu sein?

❓Willst du deine Erfahrung teilen?

❓Willst du erfahren, was du für dich tun kannst?

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